Bei einem Rückenmarksinfarkt ist Physiotherapie unverzichtbar. Welche Therapiemöglichkeiten es gibt & was du selbst tun kannst, erfährst du hier!

Der Rückenmarksinfarkt – so hilft Physiotherapie dem betroffenen Hund und das kannst du selbst tun!

Im letzten Artikel hast du bereits erfahren, wie ein Rückenmarksinfarkt beim Hund entsteht und was die typischen Anzeichen dafür sind. Zur erfolgreichen Behandlung einer fibrokartilaginösen Embolie – wie die fachliche Bezeichnung des Rückenmarksinfarktes lautet – ist die Hundephysiotherapie unverzichtbar. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass du einen Teil des physiotherapeutischen Programms auch nach Anleitung durch den behandelnden Therapeuten Zuhause durchführen kannst und solltest.

Je intensiver der Patient behandelt wird, desto schneller und besser geht die Genesung vonstatten. Achte also unbedingt darauf, dass der Physiotherapeut deines Hundes dich in die Reha involviert und dir ausreichende Möglichkeiten an die Hand gibt, die du selbst aktiv anwenden kannst. Massnahmen, die der Hundehalter nach Anleitung selbst durchführen, sind beispielsweise Massagen, passive Bewegungsanbahnungen oder auch aktive Bewegungsübungen.

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass der Hund so schnell wie möglich physiotherapeutisch behandelt werden sollte.

Aber was kann die Physiotherapie bei einem Rückenmarksinfarkt grundsätzlich erreichen?

Die Therapieziele

  • Neurologischen Störungen und Lähmungen entgegenwirken
  • Beweglichkeit der Gelenke erhalten und verbessern
  • Wiederherstellung und Förderung normaler Bewegungsabläufe
  • Koordination- und Gleichgewicht verbessern und wiedererlernen
  • Schulung der Wahrnehmung und Sensibilität
  • Muskelerhalt und- aufbau
  • Schmerzlinderung
  • Lösen von Verspannungen in der überlasteten Muskulatur

Die Hundephysiotherapie bietet viele Therapiemöglichkeiten, um die Genesung nach einem Rückenmarksinfarkt zu unterstützen. Die Wahl der Therapiemittel wird immer individuell für den Patienten getroffen.

Rückenmarksinfarkt beim Hund – das sind die Therapiemöglichkeiten

Passives Bewegen– mit passiven Bewegungen, die durch den Therapeuten durchgeführt werden, werden Bewegungen angebahnt und die Mobilität der Gelenke erhalten und verbessert.

Massage– hiermit können Verspannungen in der Muskulatur durch Überlastung gelindert werden. Es gibt eine Reihe von Massagegriffen, die nach entsprechender Anleitung auch vom Hundehalter Zuhause durchgeführt werden können.

Manuelle Lymphdrainage– zur Schwellungsreduktion eignet sich hervorragend die manuelle Lymphdrainage. Hiermit wird der Abtransport des Ödems unterstützt. Der Druck wird gemindert und die Nerven im betroffenen Beriech des Rückenmarks können sich erholen.

Bürsten/ -Igelballmassage– die Massage mit Bürsten, Striegeln und Igelbällen eignet sich hervorragend, um neurologische Störungen zu behandeln und Sensibilität und Wahrnehmung zu fördern.

Ausstreichen der Zehenzwischenräumeund Massage der Pfotenballen – Hiermit wird die Nervenweiterleitung geschult und die Wahrnehmung gestärkt. Auch dies kannst du als Hundehalter mehrmals täglich durchführen.

Akupunktur– auch mittels Akupunktur kann die Reha unterstützt werden. Diese kann mit Nadeln aber auch mit einem Softlaser erfolgen.

Physikalische Therapien– in den letzten Jahren wurden eine ganze Reihe physikalischer Therapieformen vom Mensch auf den Hund übertragen. Dazu gehören beispielsweise Laser- oder Elektrotherapie.

Training im Unterwasserlaufband– im Unterwasserlaufband werden effektiv und schonend gesunde Bewegungsabläufe trainiert. Gleichzeitig werden Beweglichkeit und Muskulatur gefördert.

Bewegungstraining– aktive Bewegungsübungen sind ein wichtiger Part in der Behandlung des Rückenmarksinfarkts. Wichtig ist, dass die Übungen nicht nur beim Therapeuten in der Praxis durchgeführt werden, sondern der Hundehalter aktiv mit einbezogen wird und täglich Zuhause trainiert wird.

Wie lange dauert die Gesundung nach einem Rückenmarksinfarkt?

Das kann man pauschal nicht sagen. Bei der Rehabilitation nach einem Rückenmarksinfarkt ist viel Geduld und Zeit gefragt. Dies zahlt sich allerdings auch aus, denn die Chancen, dass der Patient sich gut erholt sind sehr groß. Das alltägliche Leben kann sich eine Zeit lang durchaus schwieriger gestalten. Deshalb stelle ich dir in meinem nächsten Artikel hilfreiche Tipps zusammen, wie du deinen Hund bei einem Rückenmarksinfarkt im alltäglichen Leben unterstützen kannst.

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