2 aktive Übungen bei Spondylose – effektiv und leicht!

Übungen bei Spondylose – absolut unverzichtbar!

Im Blogbeitrag zur Spondylose beim Hund habe ich schon angesprochen, wie wichtig aktives Bewegungstraining ist, um die Knochenspangenbildung zu verzögern, die Muskulatur stabil zu halten und für die Beweglichkeit deines Hundes zu sorgen. Zusätzlich sollte man auch darauf achten, dass die Nervenfunktion erhalten wird, um Lähmungen zu verhindern.

Warum du sofort mit dem aktiven Bewegungstraining beginnen solltest

Grundsätzlich ist es wichtig, mit den aktiven Bewegungsübungen nicht erst zu beginnen, wenn dein Hund bereits deutlich Schwäche zeigt, Muskulatur verloren hat, sein Rücken steif wirkt und er Alltagsbewegungen meidet.

Mittels gezieltem regelmäßigen Training kannst du das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verzögern. Ich stelle dir hier zwei Übungen vor, mit denen du deinen Hund bei Spondylose unterstützen kannst. Gleichzeitig sollte dir natürlich bewusst sein, dass sie kein umfassendes gezieltes Bewegungstraining ersetzen.

Dein Hund hat Spondylose und du möchtest aktiv werden?

Die beiden vorgestellten Übungen, trainieren die Beweglichkeit des Rückens, fördern den Muskelaufbau und auch Koordination, Balance und Körpergefühl.

Übung 1: Rückenstretching:

Die Wirkung:

Das Rückenstretching unterstützt dabei, die Muskulatur des Halses und Rückens elastisch zu halten und fördert die Beweglichkeit des Rückens. Zusätzlich trainierst du die Koordination und das Gleichgewicht deines Hundes.

Die Durchführung:

Für die Übung steht dein Hund auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund. Stelle dich etwa in Höhe der Hüften deines Hundes über ihn, so dass ihr in dieselbe Richtung blickt. Führe nun ein Leckerchen von der Nase deines Hundes in einem Bogen langsam nach hinten, so dass er seine Wirbelsäule seitwärts beugt.Er sollte bestenfalls mit seinen Vorderpfoten in der Grundposition bleiben. Führe das Leckerchen daher nur so weit nach hinten, wie er ihm folgen kann, ohne mit den Vorderpfoten die Ausgangsposition zu verlassen.

Halte diese Position für ca. 3 Sekunden. Führe das Leckerchen dann zurück bis dein Hund wieder in der Ausgangsposition ist. Jetzt gibst du ihm das Leckerchen.

Nun führst du dieselbe Bewegung in die andere Richtung durch. Möglicherweise ist dein Hund zu Beginn des Trainings noch etwas steif im Rücken. Es geht nicht darum, dass ihr direkt in die maximale Beugung geht, sondern die Beugung langsam steigert. So wie dein Hund es ohne Schwierigkeiten ausüben kann. Du solltest auf keinen Fall durch Drücken am Kopf nachhelfen, du könntest ihm Schmerzen zufügen.

Wie oft?

Ich empfehle dir zu Beginn des Trainings einmal täglich mit 3 Wiederholungen pro Seite. Du kannst die Übung steigern, indem dein Hund sich weiter beugt und Du die Anzahl der Wiederholungen erhöhst.

Übung 2: Die Gewichtsverlagerung

Die Wirkung:

Mit der Gewichtsverlagerung trainierst du die gesamte Muskulatur deines Hundes und auch Koordination, Gleichgewicht und Körpergefühl.

Die Durchführung:

Dein Hund sollte auf einem rutschfesten Untergrund stehen. Ermutige ihn dazu, sich nun mit den Vorderpfoten auf eine leichte Erhöhung zu stellen. Das kann ein niedriger Baumstumpf, ein Bordstein, eine Treppenstufe oder ähnliches sein.

Zu Beginn sollte die Erhöhung nicht höher als sein Handgelenk sein. So kann er die Gewichtsverlagerung stabil halten.

Durch das Stehen mit den Vorderpfoten auf der Erhöhung verlagert er sein Gewicht zunächst auf die Hinterläufe und den unteren Rücken. Nehme nun ein Leckerchen und führst dies vor der Nase deines Hundes etwas nach vorne, so dass dein Hund seinen Hals reckt. Er verlagert nun dadurch sein Gewicht auf die Vorderläufe .Die Hinterläufe bleiben in ihrer ursprünglichen Position. Du hältst diese Position für ca. 3 Sekunden. Dann gibst du ihm das Leckerchen.

Schritt 2:

Nun führst du aus der Position ein zweites Leckerchen über den Kopf deines Hundes, so dass er seinen Kopf nach oben nimmt. Er wird deiner Hand folgen und das Gewicht auf die Hinterläufe und den unteren Rücken verlagern. In dieser Position verbleibt ihr ebenfalls ca. 3 Sekunden bevor du ihm das Leckerchen gibst.

Wie oft?

Ich empfehle dir zu Beginn einmal täglich 3 Wiederholungen nach vorn und hinten. Du kannst diese Übung steigern, indem du deinen Hund länger in der Position verbleiben lässt und die Anzahl der Wiederholungen erhöhst.

Berücksichtige bei euren Trainingseinheiten immer die Tagesform deines Hundes. Auch dein Hund ist nicht jeden Tag gleich gut drauf und leistungsfähig.

Los geht´s! Jetzt bist du dran! Viel Spaß beim Training mit deinem Hund! Du hast Fragen zu den Übungen? Ich beantworte sie dir gern!

Dir hat unser Artikel gefallen? Dann teile ihn gern mit deinen Hundefreunden!