Übungen bei Hüftdysplasie – diese beiden Übungen helfen!

Über die Hüftdysplasie mit ihren Ursachen, Folgen und Symptomen habe ich dir bereits berichtet. Um dem Hüftgelenk entsprechende Stabilität zu geben und das Fortschreiten der Hüftarthrose aufzuhalten, sind zwei Faktoren besonders wichtig. Das ist zum einen eine gute Muskulatur und zum anderender Erhalt der Beweglichkeit des Hüftgelenks. Auch gesunde Bewegungsabläufe sollten trainiert werden.

Daher stelle ich dir hier zwei aktive Übungen vor, die die Muskulatur du auch die Beweglichkeit der Hüfte gezielt trainieren.

Übungen bei Hüftdysplasie:

Übung 1: Slalom Training

Wirkung:

Mit dem Slalom Training schulst du Beweglichkeit, gesunde Bewegungsabläufe und die Koordination. Das Körpergefühl wird trainiert und auch das Vertrauen in die einzelnen Läufe.

Zusätzlich wird die Seitwärtsbeugung der Wirbelsäule trainiert. Sie ist bei einer HD häufig in Mitleidenschaft gezogen.

Durchführung:

Stelle vier bis fünf Hindernisse wie z.B. Pylonen, Blumentöpfe oder im Haus Bücherstapel mit einem Abstand von einer Hundelänge in einer gerade Reihe auf. Achte darauf, dass die Hindernisse nicht zu klein sind, damit dein Hund nicht verleitet wird, darüber zu springen.

Führe deinen Hund nun langsam um die Hindernisse herum. Das langsame Tempo ist wichtig, da nur so vom Gehirn die gesunden und korrekten Bewegungsabläufe verinnerlicht werden. Wenn dein Hund aufgeregt ist, dann lasse ihn jeweils am Anfang und am Ende der Hindernisreihe kurz absitzen.

Wie oft?

Ich empfehle dir die Übung einmal 3-5 Mal wöchentlich mit je 3-5 Wiederholungen durchzuführen.

Übung 2: Steh-Sitz Transfer

Wirkung:

Mit dem Steh Sitz Transfer trainierst du die Beweglichkeit und den Muskelaufbau der Hinterläufe sehr intensiv. Aber auch die Muskulatur des unteren Rückens wird stabilisiert und dein Hund muß sich gut ausbalancieren.

Durchführung:

Die meisten Hunde kennen aus der Grunderziehung bereits das Signal „Sitz“. Doch als Krafttraining hast du diese Bewegung bis jetzt wahrscheinlich noch nicht gesehen.

Dein Hund steht auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund. Du stehst vor deinem Hund. Gebe ihm nun das Signal ins Sitz zu wechseln.

Achte darauf, dass dein Hund möglichst gerade sitzt und sich nicht bequem auf eine Seite gleiten läßt. Bitte lasse deinen Hund eigenständig ins Sitz gehen. Drücke ihn nicht mit der Hand auf den Po oder ähnliches.

Auch hier gilt: je langsamer und bewusster dein Hund die Bewegung durchführt, desto größer ist der Trainingseffekt.

Lasse deinen Hund nun wieder vom Sitz ins Steh wechseln.Er sollte langsam aufstehen, ohne dabei nach vorne zu gehen. Nur so arbeitet er nur mit der Muskulatur der Hinterläufe und nutzt nicht seine Vorderläufe um sich hochzuziehen. Wenn es nicht sofort perfekt funktioniert, habe Geduld.

Wie oft?

Die Übung ist schwieriger und anstrengender als sie aussieht.

Beginne mit einmal 3-5 Mal wöchentlich je 3-5 Wiederholungen.

Berücksichtige beim Training immer die Tagesform deines Hundes. Auch dein Hund ist nicht jeden Tag gleich gut drauf und leistungsfähig.

Nun kann es losgehen! Ich wünsche dir und deinem Hund viel Spaß beim Training! Wie sind deine Erfahrungen mit den Übungen? Konnte dein Hund sie leicht umsetzen oder gibt es Fragen? Teile sie mit mir, damit ich dir helfen kann!

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