Schnelle Hilfe bei Gelenkschmerzen & Entzündung beim Hund – der Quarkwickel

Wenn ein Hund unter Gelenkschmerzen z.B. durch Arthrose oder einer Entzündung leidet, dann ist das für unsere Vierbeiner ebenso schmerzhaft, wie für uns Menschen. Auch unsere Hunde können wir mit Hausmitteln bei der Schmerztherapie aktiv unterstützen. Denn nicht immer muss man sofort zum konventionellen Schmerzmittel greifen.

Was ich Hundehaltern meist ans Herz lege, sind beispielsweise Quarkwickel. Sie sind leicht gemacht und wirken schnell. Nicht umsonst werden „Hausmittel“ wie verschiedene Wickel über viele Generationen weitergetragen und angewendet. Das Praktische an Hausmitteln ist, dass sie leicht anzuwenden sind und man meist auch alles dafür im Haus hat.

Der Quarkwickel – wann kann ich ihn einsetzen?

Der Quarkwickel gehört zu den kalten Wickeln. Er wird zur akuten Schmerztherapie, bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt. Am besten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung bzw. Reizung.

Wie wirkt der Quarkwickel?

Durch die Kälte des Quarks wird die Geschwindigkeit der Nervenfasern herabgesetzt, die den Schmerz leiten. Daher wirkt die Kälte durch den Quark schmerzlindernd. Das ist besonders bei akuten Schmerzen hilfreich. Ein weiterer Effekt ist, dass die Kälte dafür sorgt, dass sich die Gefäße zusammenziehen. So wird die Durchblutung gebremst und auch der Zellstoffwechsel reduziert. Der Quarkwickel wird also entzündungshemmend und abschwellend.

Zusätzliche Besonderheiten von Quarks:

  • Einer der Hauptbestandteile von Quark ist Kasein. Wenn das Kasein über die Haut einwirkt, wirkt es entzündungshemmend.
  • Der Quark hat bekanntermaßen einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt. Diese verdunstet bei der Anwendung und erzeugt so eine angenehm kühlende Verdunstungskälte.

Wann hilft ein Quarkwickel – Hilfe bei Entzündung und Schmerzen beim Hund

  • Arthrose
  • Akute Entzündungen z.B. Sehnenentzündungen oder Reizungen
  • Akute Schmerzen
  • Nach Operationen
  • Verstauchungen
  • Bänderverletzungen
  • Gelenkergüsse
  • Ödeme
  • Hämatome

Wie wendet man ihn richtig an?

Nehme den Quark einige Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank. So stellst du sicher, dass er nicht zu kalt ist. Streiche ihn ca. 0,5 cm auf ein Leinentuch und schlage es wie ein flaches Päckchen zusammen. Lege das Päckchen dann auf die Stelle auf, die du behandeln möchtest.

Lasse den Wickel nun 10-15 Minuten aufliegen. Wenn er Quark warm und bröselig wird, nimmst du den Wickel herunter. Auch wenn der Quark keinen direkten Hautkontakt hat, entfaltet er seine volle Wirkung.

Wann ist der Quarkwickel tabu?
  • Offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Schwere Herzerkrankungen
  • Arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte
Bitte beachte:

Da der Quark die entzündlichen Stoffe aufnimmt, ist es wichtig, dass dein Hund den Quark nach der Anwendung nicht ableckt. Halte deinen Hund während der Anwendung unter Beobachtung, um Verbrennungen und Überreaktionen zu vermeiden. Er muss jederzeit die Chance haben zu entweichen, wenn die Kälte unangenehm ist. Kontrolliere bitte auch in regelmäßigen Abständen die Stelle, die du mit dem Quarkwickel behandelst.

Wie oft kann man Quarkwickel anwenden?

Nach Bedarf kannst du die Anwendungen beliebig oft wiederholen.

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