Die 4 Schweregrade der Patellaluxation – so wirkt sich die Erkrankung bei deinem Hund aus!

Im Artikel „Patellaluxation – was sie bedeutet, die Ursachen & Folgen für deinen Hund“ hast du schon wichtige Informationen rund um diese häufige Gelenkerkrankung des Knies beim Hund erfahren. Leider wird sie immer noch häufig verharmlost oder als „Tick“ abgetan. Allerdings ist sie für deinen Hund nicht nur schmerzhaft, sondern schädigt auch das Kniegelenk dauerhaft. Schweregrade Patellaluxation

Patellaluxation– ein komplexes Krankheitsbild

Das wohl häufigste Symptom der Patellaluxation ist das Schütteln des Hinterlaufs bzw. das Hochhalten beim Laufen. In einem separaten Artikel findest du die häufigsten Anzeichen der Patellaluxation.

In diesem Artikel erfährst du alle wichtigen Informationen über die unterschiedlichen Schweregrade und wie sie sich zeigen. Dies ist eine allgemeingültige Klassifizierung der Erkrankung. Wenn dein Hund unter einer Patellaluxation leidet und du nicht weißt, wie hoch der Schweregrad ist, spreche deinen Tierarzt an, der die Diagnose gestellt hat. Er kann dir hierzu Auskunft geben. Schweregrade Patellaluxation

Es zeigt, dass diese oft unterschätzte Erkrankung des Bewegungsapparates weitaus komplexer ist, als häufig angenommen. Nach dem diagnostizierten Schwergrad richtet sich häufig auch die Empfehlung zur Behandlung.Nicht immer kann eine operative Behandlung vermieden werden.

Für ein besseres Verständnis der Erkrankung habe ich dir die vier verschiedenen Schweregrade hier zusammengestellt.

Die 4 Schweregrade der Patellaluxation

Grad I: Die Kniescheibe springt raus. Dann springt sie sofort zurück in die normale Position. Der Hund hüpft nur kurz auf drei Beinen. Beim Schweregrad I wird meist nicht operiert und eine muskuläre Stabilisierung kann in Erwägung gezogen werden. Schweregrade Patellaluxation

Grad II: Die Knieschreibe springt raus und bleibt luxiert, bis der Hund sein Bein streckt. Der Hund hinkt mal mehr und mal weniger. Es gibt auch lahmheitsfreie Phasen. Zeigt er Lahmheit, sieht die so aus, dass er das Knie leicht gebeugt hält und es kaum belastet. Ab Grad II wird meist zu einer OP geraten, um Arthrose zu vermeiden.

Schweregrad III und IV der Patellaluxation

Grad III: Die Kniescheibe ist meistens luxiert (herausgesprungen), kann jedoch in die Rollfurche zurückverlagert werden. Sie springt allerdings meist sofort wieder heraus. Vom Schweregrad III betroffene Hunde lahmen häufig. Diese Lahmheit reicht vom gelegentlichen Hüpfen bis zum dauerhaften Laufen auf 3 Beinen. Schweregrade Patellaluxation

Grad IV: Die Kniescheibe ist ständig luxiert. Ein Einrenken ist nicht möglich. Der Hund hält das Bein dauerhaft gebeugt und kann es nicht strecken.

Fazit – die 4 Schweregrade der Patellaluxation

Die Patellaluxation beim Hund ist wesentlich komplexer und vor allem folgenreicher, als meistens angenommen wird. Die Art der Behandlung orientiert sich immer am Schweregrad und sollte stets individuell betrachtet und entschieden werden.

Ist dein Hund an einer Patellaluxation erkrankt? Welcher Schweregrad wurde bei ihm diagnostiziert und wie wird er behandelt? Teile bitte gern deine Erfahrungen in den Kommentaren mit mir und anderen Hundehaltern!

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