Die 13 wichtigsten Anzeichen für Hüftdysplasie beim Hund

Für eine Hüftdysplasie gibt es einige sehr klassische Anzeichen, die ich in diesem Artikel vorstelle. Allerdings gibt es immer wieder Fälle, in denen eine Hüftdysplasie ein Zufallsbefund ist und der betroffene Hund rein äußerlich keinerlei Symptome gezeigt hat.Dies sind aber eher die Ausnahmen und daher findest du in diesem Artikel die häufigsten Anzeichen, die auf eine HD hinweisen können.

Was ist eine Hüftdysplasie?

Die Hüftdysplasie bzw. Hüftgelenksdysplasie (kurz: HD) ist eine meist angeborene Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und die Hüftpfanne nicht richtig zueinander passen. In der Regel tritt sie beidseitig auf, eine Seite ist immer stärker betroffen. Die Inkongruenz des Gelenks führt zu einer immer weiter fortschreitenden Arthrose und damit verbunden zu Beschwerden.

Was sind die Ursachen und welche Hunde sind betroffen?

Prinzipiell kann jeder Hund betroffen sein. Häufig ist die HD genetisch bedingt. Auch eine schlechte oder zu spät versorgte Fraktur, falsche Ernährung und eine Fehl- und Überlastung in der Wachstumsphase zu einer Dysplasie führen. Des Weiteren kann auch eine altersbedingte Abnutzung des Gelenks eine HD auslösen.

Besonders beim Deutschen Schäferhund, Rottweiler, Appenzeller Sennenhund, Labrador und Golden Retriever tritt sie häufig auf.

Was passiert, wenn die HD übersehen wird?

Häufig sieht man Hunde, die sehr offensichtlich Hüftprobleme haben. In vielen Fällen sind die Hundehalter ahnungslos und offensichtliche Anzeichen werden als normale Bewegungen abgetan.

Eine HD kann gut behandelt werden und ein Hund damit problemlos alt werden. Unbehandelt führt sie allerdings zu immer schlimmer werdender Arthrose und verursacht Schmerzen. Spätestens wenn der Hund älter wird, werden sich die Probleme verstärken und die Lebensqualität wird deutlich gemindert.

Hüftdysplasie kann bereits früh diagnostiziert werden

Die Hüftdysplasie beim Hund kann schon sehr früh – im Junghundealter – festgestellt werden. Insbesondere, wenn du mit deinem Hund sportlich aktiv sein möchtest, er in der Zucht eingesetzt werden soll oder im Schutzdienst arbeiten soll, empfehle ich dir auf jeden Fall das sogenannte Hüftröntgen. Aber auch wenn dein Hund Symptome zeigt, die ich dir im Artikel verrate, solltest du ihn untersuchen lassen.

Häufige Anzeichen für eine Hüftdysplasie

Meist zeigen sich die ersten Symptome bereits im Junghundalter. Ein Ausbleiben der Symptome bedeutet allerdings nicht, dass der Hund „HD-frei“ ist.

Häufige Anzeichen für eine HD sind:

  • Ein ausgeprägter Hüftschwung oder wackeliger, schaukelnder Gang – der sogenannte „LSÜ-Twist“
  • Das sogenannte „Kaninchenhoppeln“ – der Hund stößt sich im Trab und Galopp mit beiden Hinterläufen gleichzeitig ab – optisch erinnert das an ein hoppelndes Kaninchen
  • Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Hüfte und der Lendenwirbelsäule
  • Verschiedene Formen der Lahmheit – es kann eine dauerhafte Lahmheit auftreten, manche Hunde lahmen aber nur zu Beginn der Bewegung oder gegen Ende eines Spaziergangs oder immer mal wieder
  • Betroffene Hunde setzen sich häufig schräg hin und lassen sich im Sitz und Platz auf eine Seite rutschen
  • Alltägliche Dinge wie Treppensteigen, aufs Sofa klettern, ins Auto steigen fallen schwer und werden vermieden – dies wird fälschlicherweise häufig als Bockigkeit oder Sturheit abgetan
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen und hinlegen – häufig verbunden mit Lautäußerungen wie Seufzen und Aufstöhnen
Auch diese Symptome können betroffene Hunde zeigen
  • Hunde mit HD zeigen klassische Schmerzzeichen, wie z.B. vermehrtes Hecheln, Schmatzen, Aufstöhnen, Seufzen, spontanes Knabbern und Belecken an der Hüfte
  • Vermehrte Bewegungsunlust
  • Manche Hunde verändern ihr Verhalten Menschen und/oder Artgenossen gegenüber – sie sind z.B. unverträglich, aggressiv, schreckhaft oder ängstlich
  • Im Krankheitsverlauf wird die Muskulatur in den Hinterläufen deutlich schwächer
  • Zusätzlich können Verspannungen in den überlasteten Körperbereichen, wie Rücken- und Schultermuskulatur, sowie der Muskulatur der Vorderläufe ertastet werden
  • Bei vielen Vierbeinern kann man Wetterfühligkeit und eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei feuchtem, nasskalten Wetter feststellen

Wenn dein Hund eines oder mehrere dieser Anzeichen zeigt, empfehle ich dir, ihn von deinem Tierarzt untersuchen zu lassen. Denke immer daran: dein Hund simuliert NICHT! Nehme die Anzeichen ernst und lasse deinen Hund durchchecken, damit ihm geholfen werden kann.

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