Degenerative Myelopathie – so kannst du deinen Hund unterstützen!

Die Diagnose Degenerative Myelopathie ist für die Hundehalter ein großer Schock, da es für den betroffenen Hund aktuell noch keine Heilungsmöglichkeiten gibt.

Als Ursache für die Erkrankung wird eine genetische Ursache vermutet. Allerdings ist es noch nicht gänzlich geklärt.

Ich möchte betroffene Hundehalter jedoch motivieren, nicht aufzugeben. Denn auch wenn es keine Heilung gibt, gibt es Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung deutlich zu verzögern und dem Hund wertvolle Lebenszeit zu schenken. Daher habe ich in diesem Blogartikel einige wichtige Tipps zusammengestellt, wie man zum einen das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten kann und zum anderen, wie du die Lebensqualität deines Hundes steigern kannst.

Physiotherapie – die wichtigste Maßnahme

Ich beginne gleich mit der wichtigsten Maßnahme. Es gibt eine ganze Reihe Erfahrungsberichte die zeigen, dass Hunde unter intensiver physiotherapeutischer Betreuung noch viele Monate bis einige Jahre ein lebenswertes Leben führen konnten. Der Fortschritt der Degenerativen Myelopathie konnte so deutlich verzögert werden.

Was kann die Hundephysiotherapie genau erreichen?

Mittels gezielter Physiotherapie kann dem fortschreitenden Verlust der Muskulatur und den Lähmungen entgegengewirkt werden. Auch die Gelenkbeweglichkeit, Balance und Koordination können erhalten und stabilisiert werden. Dies kann nur funktionieren, wenn der Hundehalter selbst vom behandelnden Physiotherapeuten in die Therapie mit involviert wird. Besonders gut eignen sich aktive Bewegungsübungen, die mehrmals täglich mit dem Hund durchgeführt werden. Die genaue Therapie und die gewählten Behandlungsformen sind immer individuell abhängig vom Patienten und werden vom Therapeuten auf den Hund zugeschnitten.

Insgesamt kann ich aber aus eigener Erfahrung sagen, dass man mittels Physiotherapie dem Hund die Chance auf ein deutlich längeres aktives Hundeleben geben kann. Doch es gibt weitere Möglichkeiten, deinen Hund bei einer Degenerativen Myelopathie in alltäglichen Leben zu unterstützen.

Pfotenschutz

Die Pfotenschuhe haben bei einer Degenerativen Myelopathie zwei Funktionen. Zum einen Verhindern sie das Wegrutschen deines Hundes und somit Stürze. Sie geben deinem Hund Halt und einen sicheren Stand. Zum anderenschützen sie auch die Pfoten und Krallen, wenn der Hund mit den Pfoten schleift.

Wenn ein Vierbeiner nur unter einer Schwäche der Hinterläufe leidet, reichen ggfs. Schuhe an den Hinterpfoten.

Bitte achte immer auf eine optimale Passform der Pfotenschuhe. Sie sollten weder zu eng sein noch rutschen. Ansonsten sind wunde Stellen vorprogrammiert und sie schaden mehr, als sie nutzen.

Es gibt übrigens Pfotenschuhe, die im Haus genutzt werden und auch solche, die mit einem speziellen Profil besser für die Verwendung auf Spaziergängen geeignet sind.

So vermeidest du wunde Stellen durch vieles Liegen

Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Achte auf ein Hundebett, dass für eine optimale Druckentlastung für den Rücken und die Gelenke sorgt. Das sorgt für eine gute Durchblutung und vermeidet schmerzhafte Liegestellen.

Rutschfester Untergrund im Haus

Wenn dein Hund im Haus keine Pfotenschuhe trägt, solltest du unbedingt rutschige Untergründe vermeiden. Das geht ganz leicht, indem du Bereiche, die dein Hund im Haus regelmäßig nutzt, mit Kunstrasen, Teppichresten oder Yogamatten auslegst. So vermeidest du ein Wegrutschen und gibst deinem Hund viel mehr Sicherheit, wenn er sich fortbewegt.

Belastung dem Krankheitszustand anpassen

Natürlich soll dein Hund in Bewegung bleiben und auch regelmäßig weiter Gassi gehen. Achte darauf, die Spaziergänge seinem Gesundheitszustand anpasst. Ich empfehle dir, lieber mehrere kurze Spaziergänge zu machen, die deinen Hund nicht so sehr erschöpfen lassen. Auch die Regenerationsphase wird so verkürzt.

Rampen

Es wird deinem Hund zusehends schwer fallen beispielsweise in den Kofferraum zu springen. Falls du ihn nicht heben kannst, wäre es sehr gut, wenn du ihn an eine Hunderampe gewöhnst, über die er sicher in den Kofferraum steigen kann.

Tragehilfe

Mit Tragehilfen kannst du deinen Hund sehr gut unterstützen und ihm Sicherheit beim Laufen geben. Besonders wenn er wackelig auf den Beinen ist, wird ihm das sehr helfen. Auch beim Treppensteigen sind sie eine tolle Unterstützung. Achte bei der Auswahl darauf, dass sie gut sitzen, reißfest sind und nicht einschneiden. Häufig wird Neopren verwendet, was den zusätzlichen Vorteil hat, das es schnell trocknet und leicht zu reinigen ist.

Erhöhter Trink- & Futterplatz

Ein erhöhter Trink – und Futterplatz ist eine gute Entlastung für deinen Hund, wenn er Probleme hat, beim Essen sicher zu stehen. Er muss sich so nicht vorüberbeugen und die Belastung auf die vier Läufe ist gleichmäßig verteilt. Das gibt ihm Sicherheit beim Essen und ist wesentlich komfortabler.

Das solltest du im Alltag zusätzlich beachten:

Das Aufreiten und Anrempeln durch andere Hunde ist absolut tabu. Er kann deinen Hund sehr schnell aus dem Gleichgewicht bringen und ihn stürzen lassen.

Welche Erfahrungen hast du im alltäglichen Leben mit Degenerativer Myelopathie gehabt? Gibt es zusätzliche Tipps für den Alltag den du mit mir und anderen Hundehaltern teilen kannst? Ich freue mich auf deine Tipps in den Kommentaren!

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