Arthritis beim Hund – Diagnose, Behandlung & Verhaltenstipps

Im vorherigen Blogartikel hast du bereits viele Informationen rund um die Arthritis beim Hund bekommen. Hierbei ging es vor allem um die verschiedenen Formen der Arthritis, ihre Symptome und Folgen.

In diesem Artikel haben wir dir alle Fakten zu Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst, wichtige Verhaltenstipps für dich als Hundehalter und auch was du als Hundehalter tun kannst, um deinem Hund zu helfen.

Arthritis – die Diagnose

Wenn Hunde beim Tierarzt vorgestellt werden und die entsprechenden Anzeichen für eine Arthritis zeigen, sind die meist schon sehr eindeutig. Das klinische Bild gibt also bereits deutliche Hinweise, auf eine Gelenkentzündung. Weitere Untersuchungen sind aber in jedem Fall sinnvoll, auch um eindeutig zu definieren, welche Form der Arthritis vorliegt, etc..

Folgende weiterführende Untersuchungen können zum Einsatz kommen:

  • Mittels Röntgen können andere Erkrankungen, wie z.B. ein Knochenbruch ausgeschlossen werden. Gleichzeitig werden knöcherne Zubildungen und Schädigungen des Knorpels sichtbar gemacht.
  • Durch eine Punktion des Gelenks unter Vollnarkose wird Gelenkflüssigkeit entnommen, die untersucht werden kann. So können z.B. Bakterien und Entzündungszellen festgestellt werden.
  • Bei der Untersuchung von Blut und Urin können Veränderungen in der Zusammensetzung festgestellt werden.
  • Bei einem Verdacht auf eine Immunbedingte Arthritis empfiehlt sich auch eine Untersuchung der inneren Organe.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Arthritis

Die genaue Behandlung der Arthritis ist abhängig von der vorliegenden Form der Arthritis.

Infektiöse Arthritis

Liegt eine infektiöse Arthritis vor, punktiert und spült man das Gelenk.

Dadurch werden Bakterien und Knorpelstücke gründlich entfernt. Die Wunde wird dann verbunden, engmaschig überwacht. Sehr häufige Verbandswechseln und hygienischen Bedingungen sind unverzichtbar um die Entzündung in den Griff zu bekommen und eine Verschlimmerung zu verhindern. So muss beispielsweise unbedingt vermieden werden, dass der Hund an der Wunde leckt, um eine neue Infektion zu vermeiden. Parallel wird ein Antibiotikum verabreicht. Auch die Gabe eines Schmerzmittels und entzündungshemmenden Medikamenten ist wichtig.

Traumatische Arthritis

Leidet der Hund unter einer traumatisch bedingten Arthritis wird er mit entzündungshemmenden Medikamenten versorgt und einer entsprechenden Schmerztherapie. In diesem Fall ist eine Eröffnung des Gelenks nicht notwendig. Es ist wichtig, dass der Hund möglichst ruhig gehalten wird, damit das Gelenk möglichst wenig belastet wird.

Immunbedingte Arthritis

Liegt eine Immunbedingte Arthritis vor, werden immunsuppressive Medikamente eingesetzt. Die Einnahme wird meist über einen langen Zeitraum von mehreren Monaten notwendig.

Rheumatoide Arthritis

Wenn ein Hund unter einer rheumatoiden Arthritis leidet, empfehle ich unbedingt eine Goldakupunktur.

Physiotherapie zur Unterstützung der Reha

Im Anschluss an eine Arthritis hilft den Hunden eine physiotherapeutische Behandlung zur Förderung der Gelenkbeweglichkeit. Auch der Muskelaufbau, das Lösen von Verspannungen und das Training eines normalen Bewegungsablaufs werden hierbei gefördert.

Verhaltenstipps für dich, wenn dein Hund unter einer Arthritis leidet
  • Das Ruhighalten und Schonen des betroffenen Gelenks ist unverzichtbar. Spielen, Rennen und Toben sind absolut tabu!
  • Leinenzwang – führe deinen Hund unbedingt an der Leine, um Sprünge und zu schnelles Laufen zu verhindern
  • Steigere das Bewegungspensum nach Abklingen der Entzündung sehr langsam, um ein Wiederaufflammen der Arthritis zu verhindern
So kannst du deinen Hund aktiv unterstützen

Natürlich kann du selbst auch etwas tun, um deinen Hund bei einer Arthritis zu unterstützen. Spreche dich hier mit deinem Tierarzt ab und handele keinesfalls eigenmächtig. Wenn dein Hund keine offene Wunde hat, helfen z.B. kühlende Wickel oder Cool Packs deinem Hund sehr. Sie lindern die Schmerzen und hemmen die Entzündung. Besonders Quarkwickel kann ich dir sehr ans Herz legen.

Auch entzündungshemmende und schmerzlindernde Nahrungsergänzungsmittel können zusätzlich eine gute Erleichterung für deinen Hund bieten.

Hat dein Hund schon einmal unter einer Arthritis gelitten? Wie war sein Krankheitsverlauf und wie konntest du ihn unterstützen? Teile deine Erfahrungen gern mit uns in den Kommentaren!

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